Behandlung von Krebs versus Prävention – Pharmaprofit versus Gesundheit

22. Dezember 2025von 6,9 Minuten Lesezeit

Die Onkologie ist einer der profitträchtigsten Sparten der Pharmabranche. Entsprechend belastend ist sie für Patienten und Krankenkassen. Dabei könnten allein in Deutschland mit Vitamin D-Supplementierung eine Verringerung der Sterberate an Krebs um etwa 13 Prozent erreicht und bis zu 30.000 Krebstodesfälle pro Jahr vermieden und mehr als 300.000 Lebensjahre gewonnen werden – bei gleichzeitiger Kostenersparnis.

Das zeigte eine Studie, die am 5. Februar 2021 in Molecular Oncology veröffentlicht wurde und über die nunn Nicolas Hulscher von der McCullough Foundation in einem Beitrag berichtet. Es geht dabei um die Studie von Tobias Niedermaier et al mit dem Titel „Vitamin D supplementation to the older adult population in Germany has the cost-saving potential of preventing almost 30 000 cancer deaths per year“ (Die Vitamin-D-Supplementierung für ältere Erwachsene in Deutschland hat das Kosteneinsparpotenzial, jährlich fast 30.000 Krebstodesfälle zu verhindern).

Hulscher sschreibt dazu:

Über 900 Studien belegen die krebshemmende Wirkung von Vitamin D bei den meisten Krebsarten, und randomisierte kontrollierte Studien zeigen eine Senkung der Krebssterblichkeit um etwa 13 %.

Die moderne Krebspolitik wird von teuren Medikamenten, marginalen Überlebensgewinnen und explodierenden Kosten am Lebensende dominiert. Dabei gibt es eine kostengünstige und weit verbreitete Maßnahme, die bisher kaum Beachtung gefunden hat.

Eine in Molecular Oncology veröffentlichte, von Fachkollegen begutachtete Analyse untersuchte, was passieren würde, wenn Erwachsene ab 50 Jahren routinemäßig Vitamin D in moderaten Tagesdosen einnehmen würden. Die Ergebnisse sind für ein System, das eher auf kostspielige Behandlungen als auf Prävention ausgerichtet ist, äußerst unbequem.

Anhand nationaler Mortalitätsdaten und Meta-Analysen randomisierter kontrollierter Studien schätzten die Forscher, dass eine tägliche Vitamin-D-Supplementierung Folgendes bewirken könnte:

  • allein in Deutschland jährlich etwa 30.000 Krebstodesfälle verhindern

  • jährlich etwa 322.000 Lebensjahre retten

  • die Gesamtkrebssterblichkeit um etwa 13 % senken, was mit mehreren RCT-Metaanalysen übereinstimmt

  • Geringere Gesamtausgaben für das Gesundheitswesen, selbst unter Berücksichtigung der Kosten für Nahrungsergänzungsmittel

Studie und TKP Artikel vom Februar 2021

Langjährigen TKP Lesern ist dies wohlbekannt. Denn am 13. Februar 2021 berichtet TKP über genau diese Studie unter dem Titel: „Deutsche Krebsforscher: Vitamin D schützt vor Krebs – und übrigens auch vor Covid

Der Zusatz auch vor Covid war damals wie heute wichtig, denn die Grippesaison verdankt ihre Existenz dem winterlichen Rückgang von Vitamin D im Blut. sinkt es unter 50 ng/ml – und das zwanfsläufig bei allen, die nicht mit entspechender Dosis (5000 bis 10.000 IE täglich) ergänzen, dann sind Erkrankungen nach Atemwegsinfekten fast unvermeidlich.

Aber zurück zum Krebs und dem DKFZ aus dem Jahr 2021.

Den Nutzen bei der Krebsbehandlung und -prävention zeigt nun auch das renommierte Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ). Da es zu 90% vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10% vom Land Baden-Württemberg finanziert wird, kann es offenbar unabhängig von Drittmittelförderung agieren und ist damit nicht den Interessen der Pharma Branche unterworfen.

In einer Presserklärung wurde berichtet, dass gleich drei Metaanalysen klinischer Studien in den letzten Jahren zu dem Ergebnis kamen, dass eine Vitamin D-Supplementierung mit einer Verringerung der Sterberate an Krebs um etwa 13 Prozent einherging. Diese Ergebnisse übertrugen Wissenschaftler im DKFZ nun auf die Situation in Deutschland und errechneten: Bei einer Vitamin D-Supplementierung aller Deutschen über 50 Jahre könnten möglicherweise bis zu 30.000 Krebstodesfälle pro Jahr vermieden und mehr als 300.000 Lebensjahre gewonnen werden – bei gleichzeitiger Kostenersparnis.

Vitamin D schützt vor einer Reihe von Erkrankungen

Seit einigen Jahren bereits untersuchen Wissenschaftler den Einfluss einer ausreichenden Versorgung mit Vitamin D auf die Prognose zahlreicher Erkrankungen. Im Fokus stehen dabei insbesondere entzündliche Krankheiten, Diabetes, Atemwegserkrankungen und Krebs, so das DKFZ weiter.

Die Untersuchungen zur Krebssterblichkeit kamen zu einem übereinstimmenden Ergebnis: Um rund 13 Prozent sinkt bei einer Vitamin D-Supplementierung die Krebssterblichkeit – über alle Krebserkrankungen hinweg. Welche biologischen Mechanismen dem zugrunde liegen könnten, ist noch nicht genau geklärt. In die Metaanalysen wurden ausschließlich methodisch hochwertige randomisierte Studien aus allen Teilen der Welt einbezogen.

„In vielen Ländern der Welt ist im letzten Jahrzehnt die altersbereinigte Rate der Krebssterblichkeit erfreulicherweise gesunken“, sagt Hermann Brenner, Epidemiologe vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ). „Doch angesichts der oftmals erheblichen Kosten vieler neuer Krebsmedikamente ist dieser Erfolg vielfach teuer erkauft. Vitamin D dagegen ist in den üblichen Tagesdosen vergleichsweise günstig.“

Vitamin D Supplementierung spart Kosten

Ein Vitamin D Mangel ist in der älteren Bevölkerung und insbesondere bei Krebspatienten weit verbreitet. Brenner und Kollegen errechneten nun, welche Kosten durch eine Vitamin D Supplementierung der gesamten Bevölkerung Deutschlands ab einem Alter von 50 Jahren entstehen würden. Dieser Summe stellten sie die möglichen Einsparungen für Krebstherapien gegenüber, die insbesondere bei fortgeschrittenen Krebserkrankungen während der letzten Lebensmonate der Patienten oft mit Kosten im Bereich von mehreren 10.000 Euro verbunden sind.

Für diese Berechnung legten die Wissenschaftler eine tägliche Gabe von 1000 internationalen Einheiten Vitamin D zu einem Preis von 25 Euro pro Person und Jahr zugrunde. Im Jahr 2016 lebten in Deutschland ca. 36 Millionen Menschen über 50 Jahre, daraus errechnen sich jährliche Kosten für die Supplementierung von 900 Millionen Euro. (Anmerkung: Ich verwende im Winter 10.000 IE täglich, im Sommer erheblich weniger – die Kosten dafür: 25 Euro pro Jahr.)

Die Kosten für eine Krebsbehandlung entnahmen die Forscher der wissenschaftlichen Literatur und gingen dabei von mittleren zusätzlichen Behandlungskosten von 40.000 € allein für das letzte Lebensjahr der an Krebs verstorbenen Patienten aus. Eine um 13 Prozent verringerte Krebssterblichkeit in Deutschland entsprach im Jahr ca. 30.000 weniger krebsbedingten Todesfällen, deren Behandlungskosten sich in der Modellrechnung auf 1,154 Milliarden Euro beliefen. Verglichen mit den Kosten für die Vitamin-Supplementierung errechnet sich in diesem Modell eine Einsparung von jährlich 254 Millionen Euro.

Vitamin D Supplementierung in Ländern wie Finnland erfolgreich eingesetzt

Die Anzahl der verlorenen Lebensjahre zum Zeitpunkt des Krebstods ermittelten die Forscher anhand der Sterbetafeln des Statistischen Bundesamtes. Kosten und Aufwand einer routinemäßigen Bestimmung des Vitamin D Spiegels hält Brenner für verzichtbar, da bei einer Supplementierung von 1000 internationalen Einheiten eine Überdosierung nicht zu befürchten sei. Eine solche vorherige Bestimmung war auch in den klinischen Studien nicht vorgenommen worden.

Brenner fasst zusammen:

„Angesichts der möglicherweise erheblichen positiven Effekte auf die Krebssterblichkeit – zusätzlich verbunden mit einer möglichen Kostenersparnis – sollten wir nach neuen Wegen suchen, die in Deutschland in der älteren Bevölkerung weit verbreitete Vitamin D-Unterversorgung zu verringern. In einigen Ländern werden sogar Nahrungsmittel seit vielen Jahren mit Vitamin D angereichert – etwa in Finnland, wo die Sterberaten an Krebs um rund 20 Prozent niedriger sind als in Deutschland. Ganz abgesehen davon, dass sich die Hinweise auf weitere positive Gesundheitseffekte einer ausreichenden Vitamin D-Versorgung verdichten, etwa bei den Sterberaten an Lungenerkrankungen. Schließlich halten wir Vitamin D-Supplementierung für so sicher, dass wir sie sogar für neugeborene Babys zur Entwicklung gesunder Knochen empfehlen.“

Zu Finnland wäre noch zu ergänzen, dass es zu den Ländern mit den wenigsten Covid-Todesfällen in Europa gehört – weniger als ein Zehntel des europäischen Durchschnitts. Finnland liegt etwa gleichauf mit Ländern wie Belarus (mit Maßnahmen ähnlich wie Schweden), Norwegen, Island oder Indien.

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist mit mehr als 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte biomedizinische Forschungseinrichtung in Deutschland. Über 1.300 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen im DKFZ, wie Krebs entsteht, erfassen Krebsrisikofaktoren und suchen nach neuen Strategien, die verhindern, dass Menschen an Krebs erkranken. Sie entwickeln neue Methoden, mit denen Tumoren präziser diagnostiziert und Krebspatienten erfolgreicher behandelt werden können.

Es ist schon erstaunlich, dass sich die Pharmaindustrie mit  Hilfe der deutschen Gesundheitspoltiker und Gesundheitsminister sowie der Mainstream Medien gegen Deutschland größtes wissenschftliches Krebsforschungszentrum durchsetzen kann.

Was sagt uns das über Deutschlands politisches System und die Mainstream Medien?

Und hier sind die Videos sowohl direkt zu Vitamin D und Corona

sowie darunter ein weiteres von einem etwas breiter angelegten Vortrag gehalten am 27. Februar 2018 in Wien:

Prof. Spitz erklärt Vitamin D sehr gut und seine Erläuterungen sind selbstverständlich auch heute noch vollgültig, den Virologen aber unbkannt und leider auch vielen Ärzten.

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Studie empfiehlt höhere Vitamin D Nahrungsergänzung für bessere Gesundheit

2 Kommentare

  1. Axel 23. Dezember 2025 um 8:58 Uhr - Antworten

    Wichtig zu wissen ist auch, dass zusätzlich auch immer Vitamin K2 (MK7-All trans) eingenommen werden sollte.
    „Im Sommer wesentlich weniger“ Vitamin D3 einzunehmen, davon rate ich ab, wenn man nicht einer Arbeit nachgeht, die überwiegend im Freien stattfindet. Die körpereigene Erzeugung von Vit. D ist minimal, wenn man sich vollständig bekleidet in die Sonne begibt, und das meist zu Uhrzeiten, bei denen die wirksame Sonneneinstrahlung gering bis nicht vorhanden ist.
    Ich selbst nehme täglich das ganze Jahr über ca. 8000 iE (im Sommer manchmal weniger, wenn ich viel mit dem Hund draußen bin) D3/K2 und mir geht es damit hervorragend. Wobei es damit nicht getan ist, hinzu kommen so Sachen wie Omega-3, Zink, Selen, Magnesium, OPC, guter Schlaf, Bewegung, um nur die wichtigsten zu nennen.

  2. Gabriele 22. Dezember 2025 um 8:42 Uhr - Antworten

    Es ist seit Jahrzehnten – in denen es immer wieder großartige Ansätze der natürlichen Medizin gegen Krebs gab – vollkommen klar, dass gar keine wirksamen Mittel dagegen erwünscht sind. Außer sie würden den Pharmabonzen Milliarden bringen. Krebs ist ein Bombengeschäft, wie alles andere und so wird es bleiben, bis die Mehrheit der Menschen klug genug ist, sich zu wehren und kategorisch „andere“ Medizin zu verlangen und anzuwenden. Aber das wird nie passieren.
    Es hilft nur Aufklärung – wer sie hören will, wird nachdenken und handeln. Der Rest lässt sich „helfen“.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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